15 Fragen die bei einer Mieterselbstauskunft nicht beantwortet werden müssen

15 Fragen die bei einer Mieterselbstauskunft nicht beantwortet werden müssen

Die überwiegende Mehrheit der Vermieter macht heute den Abschluss eines Mietvertrages von der Abgabe einer Selbsterklärung mit einer Mieterselbstauskunft des zukünftigen Mieters abhängig. Viele Mieter empfinden dies als unangenehm, weil sie persönliche Informationen über sich selbst preisgeben müssen. Verständlich ist aber auch das Interesse des Eigentümers, bestimmte Informationen zu erhalten. Sie hängt nämlich von einer zuverlässigen Zahlung der Miete und einer gewissenhaften Verwaltung der Mietwohnung ab.

Jedoch sind Sie nicht verpflichtet jede Frage in der Mieterselbstauskunft zu beantworten. Welche Fragen dies sind haben Sie sich bestimmt schon gefragt.

Diese 15 Fragen müssen von Ihnen in der Mieterselbstauskunft NICHT beantwortet werden:
  • Einkommensverhältnisse von Ehefrau, Ehemann, Eltern, Kinder oder sonstiger Angehörigen
  • Früheres Mietverhältnis, insbesondere Grund für dessen Beendigung, auch nicht über Person und Anschrift des früheren Vermieters
  • Bestehen einer Rechtsschutzversicherung
  • Aufenthaltsstatus
  • Vorstrafen
  • Rechtliche Betreuung
  • Ermittlungsverfahren
  • Krankheit  oder Behinderung
  • Schwangerschaft
  • Familienplanung und Kinderwunsch
  • Herkunft und Hautfarbe
  • Mitgliedschaft in einer Partei oder im Mieterverein
  • Rauchgewohnheiten von Ihnen und evtl. auch Ihrem Partner
  • Sexuelle Neigungen
  • Hobbies und Musikgeschmack

Wenn Ihr Vermieter Ihnen in einer Mieterselbstauskunft eine berechtigte Frage stellt, müssen Sie diese korrekt beantworten, damit Sie keinen Rechtsstreit oder eine Kündigung riskieren. Auch wenn dies ihre Chancen auf eine Vertragsunterzeichnung verringert, haben sie dennoch das Recht, eine oder mehrere Fragen in der Mieterselbstauskunft nicht zu beantworten. Wenn Sie sich entscheiden, die Beantwortung einer Frage zu verweigern, sollten Sie keinen Strich in die entsprechende Spalte des Mieterselbstauskunftformulars setzen, sondern die Spalte leer lassen. Im Geschäftsverkehr wird ein Strich als Verneinung einer Frage verstanden.

Muss ich als Mieter überhaupt eine Mieterselbstauskunft geben

Es besteht kein Recht des Vermieters, Antworten auf die Mieterselbstauskunft des Mieters zu verlangen. Der Mieter ist daher nicht verpflichtet, die erforderlichen Angaben zu machen. In der Praxis wird der Vermieter seine Wohnung jedoch nicht an potenzielle Mieter vermieten, die die Selbsterklärung des Mieters nicht abgegeben haben.

Nehmen Sie sich Zeit für das Ausfüllen der Mieterselbstauskunft.

Beantworten Sie als zukünftiger Mieter unzulässige Fragen des Vermieters unzutreffend oder bewusst falsch, hat die für Sie keinerlei rechtliche Folgen. Insoweit wird ihm ein Recht zur Lüge zugestanden.

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