Kredite – Autokredit oder KFZ-Kredit vom Händler ist nicht unbedingt die beste Wahl

Autokredit oder KFZ-Kredit vom Händler ist nicht unbedingt die beste WahlViele Autohäuser bieten nicht nur Kraftfahrzeuge, sondern auch den entsprechenden Autokredit an. Oftmals werden sogar die möglichen Monatsraten auf den Preisschildern in der Windschutzscheibe viel größer geschrieben als der Barpreis. Der Grund dafür ist einfach: Nur ein kleiner Teil der Käufer legt die Kaufsumme aus der eigenen Tasche auf den Tisch. Die teilweise oder vollständige Finanzierung des Preises über ein Autokredit ist durchaus üblich. Und für den Händler ist es natürlich ein gutes Verkaufsargument, wenn er einem Interessenten neben dem gewünschten Auto auch einen passenden Autokredit anbieten kann.

Ein solcher Autokredit vom Autohaus hat jedoch in der Regel zwei Haken.

Das 1. Problem bei einem Autokredit vom Autohaus

Der vorgeschlagene Kredit für das Auto ist oft relativ teuer. Ein Autoverkäufer ist in der Regel kein echter Finanzierungsexperte. Er kann (und wird nicht) mit verschiedenen Banken verhandeln, um das beste Autokredit für seinen Kunden zu bekommen. Stattdessen macht er es sich leicht und verwendet für „seine“ Autokredite immer die gleichen Standardkonditionen einer einzigen Bank, dies ist meistens die Kreditbank des Herstellers des Fahrzeuges. Das bedeutet für einen Autokäufer, der den Kreditvertrag einfach so unterschreibt: Es gab keinen Kreditvergleich, und die Bedingungen sind daher oft recht schlecht. Konkret sind die Effektivzinssätze für Kfz-Kredite von Händlern oft deutlich höher als bei vergleichbaren Finanzierungen über einen Kreditvermittler. Es mag bequem und einfach sein, den angebotenen Kredit ohne weitere Fragen zu unterschreiben und dann schnell den Schlüssel für das Auto zu bekommen – aber unter dem Strich kostet das kreditfinanzierte Auto oft mehr als nötig. Schließlich müssen die Zinsen auf den tatsächlichen Kaufpreis aufgeschlagen werden.

Das 2. Problem bei einem Autokredit vom Autohaus

Nur Kunden mit sehr guter Bonität und ohne negative Schufa-Eigenschaften haben die Chance. Schon kleine Einträge in der Schufa können es unmöglich machen, das Auto mit einem Autokredit zu finanzieren. Dies liegt daran, dass die Autoverkäufer meist mit einer großen Bank zusammenarbeiten, für die der Autokredit ein reines Massengeschäft ist. Die wichtigsten Kreditentscheidungen werden vollautomatisch am Computer getroffen. Und ihre Software interessiert sich nicht für Grautöne, sondern nur für Schwarz oder Weiß: Ist die Schufa „sauber“, wird der Kreditantrag angenommen. Wenn jedoch nur das kleinste negative Merkmal das Bild stört, lehnt der Computer den Kreditantrag ab. Schon minimale Abweichungen des Schufa-Wertes nach unten können zu einem sofortigen „Off“ des Autokredits führen. Und seien wir ehrlich: Hunderttausende oder sogar Millionen von Verbrauchern in Deutschland kämpfen mit problematischen Schufa-Einträgen. Viele von ihnen konnten sich dennoch leicht einen Autokredit leisten – wenn sie ihn bekommen sollten. Die Großbanken geben den Betroffenen diese Möglichkeit jedoch nicht. Der Autohändler hat dann keine andere Wahl, als seinen Kunden darüber zu informieren, dass das Autokreditgeschäft leider abgelehnt wurde. Er hat keine andere Finanzierungsmöglichkeit, und deshalb sind am Ende beide verärgert: der Kaufinteressent, weil er das Fahrzeug nicht kaufen kann. Und der Verkäufer, weil er ein keinen Umsatz gemacht hat.

Die bessere Wahl für einen Autokredit

Viele Verbraucher in Deutschland bekommen keinen Autokredit über ihr Autohaus, weil die Großbanken ihre Bonität zu schlecht bewerten. Und wer über den Händler eine Finanzierungszusage erhält, zahlt aufgrund schlechter Kreditbedingungen oft zu viel Geld für sein Auto. Daher ist die Online-Suche nach einem wirklich günstigen Autokredit die viel bessere Alternative.

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