Das Haustier ist gestorben, was ist zu tun? Hier finden Sie die Informationen dazu

Das Haustier ist gestorben, was ist zu tun Hier finden Sie die Informationen dazu

In Deutschland leben etwa 34 Millionen Haustiere. Wenn ein Tier stirbt, stellt sich auch die Frage, was mit dem toten Tier geschehen soll. Die Antwort auf diese Frage muss immer vom Eigentümer gefunden werden, da er für die Einhaltung und Befolgung der gesetzlichen Grundlagen, insbesondere des TierNebG und seiner Durchführungsbestimmungen, verantwortlich ist.

Wer dies ignoriert und beispielsweise auf die Idee kommt, für seinen geliebten Hund auf seiner Lieblingstour ein schönes Plätzchen im Wald zu finden und ihn dort zu begraben, muss mit einer Strafe von bis zu 15.000 Euro rechnen. Der Wald ist also tabu, es sei denn, man findet durch einen Tierbestatter einen sogenannten Friedhofswald, dann ist dies ausdrücklich erlaubt.

Diese Möglichkeiten der Bestattung gibt es, bzw. sind in Deutschland erlaubt:
  • Auf dem Grundstück begraben
  • Über den Hausmüll entsorgen
  • Durch einen Tierbestatter begraben lassen
  • Ausstopfen lassen
  • Über einen Tierarzt abgeben
  • In einer Tierkörperbeseitigunsanlage abgeben
Auf dem Grundstück begraben

Befindet sich Ihr Grundstück nicht in oder in der Nähe eines Wasser- oder Naturschutzgebietes, sollte ein Begräbnis des Tieres in der Regel problemlos möglich sein, mindestens in einer Tiefe von 1,00 m müssen Tiere von ca. 10 Kilogramm begraben werden. Wenn der Schlachtkörper mehr wiegt, sollte der Tierhalter die Gemeinde und/oder das Veterinäramt konsultieren. Dies ist auch deshalb ratsam, weil die Vorschriften von Bundesland zu Bundesland und sogar von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sind. In der Regel werden die gleichen Angaben zur Lage und Tiefe des Grabes gemacht: Die letzte Ruhestätte sollte ein bis zwei Meter von öffentlichen Straßen entfernt sein. Das Grab muss tief genug sein und das Tier muss mit mind. 50 Zentimetern Erde bedeckt sein. Außerdem muss es in ein leicht verrottbares Material eingewickelt sein. Solche Bestattungen sind jedoch nur auf dem eigenen Grundstück selbst erlaubt. Mieter müssen unbedingt die Erlaubnis des Vermieters einholen, der öffentliche Raum ist tabu. Wichtig : Das Tier darf bei der Bestattung auf dem eigenen Grundstück keine relevanten Krankheiten im Sinne des Seuchengesetzes gehabt haben. Im Zweifelsfall sollten Tierbesitzer dies immer mit ihrem Tierarzt oder dem zuständigen Veterinäramt klären.

Über den Hausmüll entsorgen

Während es nach dem bis 2004 geltenden Tierkörperbeseitigungsgesetz noch möglich war, die Tierkörper von Kleintieren wie Hamster, Meerschweinchen oder Sittichen im Hausmüll zu entsorgen, ist dies nach dem Tierschutzgesetz nicht mehr zulässig. Dies erfordert die Entsorgung toter Haustiere in einer Tierkörperverwertungsanlage. Optional kann der Kadaver auf dem eigenen Land vergraben werden – wenn die Bedingungen erfüllt sind. Allerdings regeln die Länder und Gemeinden dies sehr unterschiedlich. In Dresden beispielsweise ist die Entsorgung von Kleintieren „bis zur Größe eines Eichhörnchens“ über den Hausmüll noch erlaubt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich daher am besten an das kommunale Entsorgungsunternehmen oder die Kommune. Andernfalls könnte die Entsorgung im Hausmüll zu Geldstrafen führen.

Durch einen Tierbestatter begraben lassen

Das tote Tier kann auch den vielen Bestattungsunternehmen anvertraut werden. Die meisten von ihnen sind 24 Stunden am Tag verfügbar, und alle kümmern sich um die rechtlich korrekte Behandlung des toten Tieres. Derzeit gibt es in Deutschland etwa 120 Haustierfriedhöfe. Tierbesitzer haben die Möglichkeit zu wählen, ob sie ihr Haustier in einem anonymen Massengrab oder in einem Einzelgrab bestatten lassen wollen. Das kostet zwischen 100 und 300 Euro, kann aber auch mit einem Sarg oder einer Urne derselben Rechnung deutlich teurer sein. Hinzu kommen die Kosten für die Miete des Grabes und – falls gewünscht – für die Pflege des Grabes. Wenn Sie Ihr Haustier vor der Beerdigung einäschern lassen möchten, besteht auch die Möglichkeit einer Einzel- oder Gruppeneinäscherung. Eine Besonderheit ist, dass die Urne mit der Asche des Tieres dann ohne weiteres mit nach Hause genommen werden kann. Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften für den Umgang mit Tierurnen. Der Preis der Einäscherung ist niedriger als bei einer konventionellen Sargbestattung. Aber auch hier bieten Tierbestattungsunternehmen eine Vielzahl von Möglichkeiten, die manchmal teuer sind, von einer stillen Trauerfeier bis hin zu individuellen Reden und Videoaufnahmen der Zeremonie.

Ausstopfen lassen

Rechtlich gesehen ist das normalerweise kein Problem, aber es ist sehr teuer. Wenn Sie Ihren Liebling fast bei sich wohnen lassen wollen, können Sie auf die Fähigkeiten der wenigen noch existierenden Präparatoren zählen. Für einen Sittich zahlt man ca. 120 Euro, für eine Katze  ca. 500 Euro. Die Füllung eines mittelgroßen Hundes kostet ca. 650 Euro.

Über einen Tierarzt oder Tierkörperbeseitigungsanlage abgeben

Nach dem Tod können Sie Ihr Tier auch zum Tierarzt oder direkt in eine Tierkörperverwertungsanlage bringen und gegen eine Gebühr ab ca. 20 Euro entsorgen lassen. Darüber hinaus muss der Arzt möglicherweise die Kosten für die Lagerung des Tieres bis zu seiner Entfernung tragen. Der Tierarzt wird Ihnen hierzu detaillierte Informationen geben. Auf Anforderung erhalten Sie auch den Nachweis für den Tod Ihres Tieres. Dies ist oft wichtig und notwendig, wenn Sie z.B. Ihren Hund bei der Stadt von der Hundesteuer abmelden müssen.

Zusammenfassung

Sie können Ihr verstorbenes Haustier einfach für relativ wenig Geld begraben. Sie können es aber auch durch einen Tierbestatter begraben lassen oder auf Ihrem eigenen Grundstück vergraben. Die geltenden Vorschriften müssen selbstverständlich eingehalten werden. Letztendlich ist es eine Frage des Geschmacks und auch eine Frage der finanziellen Möglichkeiten.

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